Bettenkapazität

Die Bettenkapazität im Urserntal konnte in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden. Abgesehen vom Jahr 2016, in dem lediglich 600 neue Betten entstanden sind, lag die Zahl der zusätzlich geschaffenen Betten jährlich bei über 1000, in den Jahren 2019 und 2020 sogar bei 2858 und 2567. Dies ist umso erfreulicher, als die Bettenkapazität zuvor einige Jahre lang praktisch stagnierte. 2013 leitete «The Chedi Andermatt» mit rund 240 neuen Hotelbetten die Trendwende ein. Dank weiteren Ferienwohnungen in Andermatt Reuss und der Eröffnung des Radisson Blu Hotel Reussen (rund 500 Betten), steigt die Übernachtungsmöglichkeit im Urserntal stetig an. 

Logiernächte

Andermatt verzeichnete in den letzten Jahren einen starken Anstieg an Übernachtungen. Besonders von 2018 auf 2019 fand ein regelrechter Sprung von 137’273 auf 189’126 Übernachtungen statt. Damit gibt es in der Tourismusregion heute fast doppelt so viele Übernachtungen wie noch vor zehn Jahren. Parallel zum Ausbau der Bettenkapazitäten dürfte sich diese Entwicklung auch in Zukunft fortsetzen. Erfreulich ist auch die wachsende Beliebtheit bei Schweizer Gästen: Ihr Anteil ist auf fast 60 Prozent gestiegen.

Skierdays

Skierdays sind Tagesbesuche von Gästen, die eine Skianlage der SkiArena (Andermatt-Sedrun) benutzen. Nach der Verbindung der Skigebiete erreichten diese in der Saison 2018/19 einen Rekordwert von 469’443. Mit Beginn der Coronapandemie im Frühjahr 2020 und damit verbunden teilweise geschlossenen Skigebieten hielt der Trend in den darauffolgenden Saisons nicht an. Es ist jedoch zu erwarten, dass die Frequenz im Skigebiet und mit ihr die Anzahl der Skierdays in den kommenden Jahren wieder ansteigt.

Wohnungsmarkt

Nachdem zwischen 2013 und 2016 – in den Jahren nach der Annahme der Zweitwohnungsinitiative – nur vereinzelt neue Wohnungen entstanden sind, wurden zwischen 2017 und 2020 insgesamt 283 Einheiten gebaut. Bei einem Grossteil davon handelte es sich um Residenzen im Dorfteil Andermatt Reuss, der stark gewachsen ist. Die Baugesuche blieben mit Ausnahme von kleineren Schwankungen relativ konstant. Auch der Bau von Wohnungen, die nicht dem Tourismussegment zuzuordnen sind, bewegte sich in den letzten Jahren jeweils im gleichen Rahmen.

Bevölkerung

Die Bevölkerung von Andermatt ist von 1242 im Jahr 2007 auf 1600 im Jahr 2020 gestiegen, was im Vergleich zu anderen Berggemeinden untypisch ist. Zu beobachten ist ein moderates, aber stetiges Bevölkerungswachstum über die Jahre verteilt. Die Zunahme ist auch auf die neu geschaffenen Arbeitsplätze durch die Andermatt Swiss Alps Gruppe zurückzuführen und dürfte in den nächsten Jahren anhalten.

Gemeindefinanzen

Aufgrund von grösseren Investitionen in die Infrastruktur ist die Nettoverschuldung in Andermatt zeitweise angestiegen. Nach einem Peak im Jahr 2016, als die Verschuldung pro Kopf bei 3669 Franken lag, ist sie bis 2019 wieder auf einen Wert von 1236 gesunken. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die zusätzlichen Investitionen mittelfristig ausgezahlt haben und sich die Gemeindefinanzen auf einem gesunden Niveau eingependelt haben.

Wetter

Mit seinen 119 Sonnentagen pro Jahr geniesst Andermatt gerne die sonnigen Seiten des Lebens. Die Berggemeinde ist oft nebelfrei und insbesondere auf dem Nätschen oder Gemsstock strahlt die Sonne besonders häufig: Die Hälfte aller Tage in Andermatt war von 2014 bis 2019 von Sonnenschein geprägt. Gleichzeitig zählt das Skigebiet Andermatt+Sedrun+Disentis zu den schneesichersten Winterdestinationen und kann somit gleich doppelt punkten.

Arbeitgeber

Die Andermatt Swiss Alps Gruppe (ASA) ist hinter der Firmengruppe Dätwyler der zweitgrösste Arbeitgeber im Kanton Uri. ASA betreibt die Appartmenthäuser und Hotels in Andermatt Reuss wie auch die SkiArena und Gastronomie im Skigebiet Andermatt+Sedrun+Disentis. Während der Wintersaison beschäftigt kein anderes Unternehmen so viele Mitarbeitende wie Andermatt Swiss Alps: Über 1000 Leute kümmern sich in dieser Zeit um das Wohl der Gäste. Rund die Hälfte davon ist allein im Skigebiet tätig.