Bettenkapazität

Von 2005 bis 2010 stagnierte die Entwicklung der Hotelbettzahlen in der Schweiz und ebenso in Andermatt. 2011 gab es in Andermatt rund 840 Betten in Hotellerie und Ferienwohnungen. 2013 kamen mit der Eröffnung von «The Chedi Andermatt» 240 Hotelbetten dazu; gleichzeitig schlossen mehrere Hotels bzw. wurden umgebaut. Zwischen 2015 und 2016 ist bei den Hotelbetten im Urserntal ein Anstieg von 920 auf 925 zu verzeichnen. Dies ist ein neuer Höchstwert. Gemäss derzeitiger Planung soll bis 2022 ein weiterer grosses Anstieg (+250%) bezüglich Bettenkapazität erfolgen.

Logiernächte

Im Zeitraum 2009–2012 wurden in Andermatt zwischen 60'000 und 80'000 Logiernächte erfasst. Mit deren 87'500 erreichte man 2016 einen neuen Spitzenrang. Auf das ganze Urserntal bezogen, kam es 2016 erstmals zu über 100'000 Logiernächten. Bezüglich Potenzial bis 2022 kann mit einer Verdreifachung auf über 260'000 gerechnet werden. Damit läge Andermatt in der Grössenordnung von Destinationen wie Flims-Laax; mit weiteren Ausbauschritten könnte gar die Grössenordnung von Engelberg, Arosa oder Grindelwald erreichbar werden.

Skierdays

Skierdays sind hier Tagesbesuche von Gästen, die eine Skianlage der SkiArena Andermatt-Sedrun benutzen. Die Skierdays verzeichnen seit 2011/12 einen Zuwachs mit einem Ausreisser 2015/16, der u.a. als Folge der Währungskrise auch schweizweit festgestellt wurde. 2016/17 legten die Skierdays (+3.5%) spürbar zu. Mit zusätzlichen neuen Anlagen in den Saisons ab 2017 bis 2022 kann mit einem markanten weiteren Anstieg bis 580'000 Skierdays gerechnet werden.

Beschäftigte im Urserntal

Gegenüber 2005 (958 Beschäftigte) hat sich die Zahl der Beschäftigten im Urserntal 2016 auf 1'220 erhöht. In Andermatt ist die Zahl prozentual stärker angestiegen als im Rest der Schweiz und im übrigen Uri; allein von 2011 bis 2015 kam es zu einer Erhöhung um 173/+18%. Auch in Hospental und Realp ist der Rückwärtstrend (2005–2011) gebrochen. Neubeschäftigte sind vor allem in der Hotellerie, in der Planung sowie im Sport- und Unterhaltungsbereich tätig.

Beschäftigung nach Branchen

Während der Realisierungsphase des Feriendorfs Andermatt Reuss wird sich der Beschäftigungseffekt in der Region vor allem im Baugewerbe (65%) zeigen. In der Betriebsphase nach 2022 verschiebt sich der Effekt: Von da an werden vor allem das Gastgewerbe, der Handel und der Dienstleistungssektor profitieren.

Wohnungsmarkt

In Andermatt wurden seit 2005 wurden 296 neue Wohnungen erstellt, davon 82 in Residenzen des Feriendorfs Andermatt Reuss. 2016 erhielt das Baugesuch für ein weiteres Apartmenthaus (Alpenrose) mit 20 Wohnungen die Bewilligung. Das Wohnungsangebot für Neuzuzüger und temporäre Wohnbevölkerung ist knapp und teuer: Die Transaktionspreise in Andermatt stiegen in den letzten Jahren stärker als in der übrigen Schweiz; dasselbe gilt für Mietpreise, die aber effektiv unter dem Schweizer Durchschnittspreis liegen.

Bevölkerung

Zwischen 2005 und 2015 ist die Bevölkerung von Andermatt von 1316 auf knapp 1600 angewachsen. Eine besonders hohe Zunahme gab es bei den 20- bis 64-Jährigen: Der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung ist entsprechend seit Jahren steigend (2005: 50%, 2015: 57%, 2016: 58%). Insgesamt ist in Uri aufgrund des Feriendorfs Andermatt Reuss mittelfristig mit 7–12% mehr Einwohnern zu rechnen.

Gemeindefinanzen

Die Nettoverschuldung pro Kopf hat in Andermatt 2008–2013 zugenommen. Seither ist sie dank zusätzlicher Einnahmen gesunken. Insbesondere die Steuereinnahmen der Gemeinde Andermatt aus Einkommens- und Vermögenssteuern haben seit 2005 deutlich zugelegt. Der Selbstfinanzierungsgrad der Gemeinde ist 2009–2012 infolge Investitionen massiv gesunken. Nach einer Erholungsphase bis 2015 zeigt die Tendenz jetzt wieder nach unten, zumal weitere grosse Projekte im Bereich Bahnhof auf die Gemeinde zukommen.

Investitionen

Über 400 Mio. CHF werden 2017–2022 in den weiteren Ausbau des Feriendorfs Andermatt Reuss investiert, davon 200 Mio. CHF in Hotels und Apartments, 125 Mio. in den Ausbau der SkiArena Andermatt-Sedrun, 80 Mio. für Bahnanlagen und 37.5 Mio. für neue Wohnungen beim Bahnhof Andermatt. Bis Ende 2016 lagen die Investitionen der Andermatt Swiss Alps AG in das Feriendorf Andermatt Reuss bei über 725 Mio. CHF.

Wetter

Wer in der Wetterstation in Nätschen-Gütsch ob Andermatt arbeitet, darf regelmässig gute Nachrichten verbreiten: 1829 Sonnenstunden bekommt der Ort pro Jahr. Damit liegt er auf Platz 9 unter den sonnigsten Plätzen in der Schweiz. Gleichzeitig zählt die SkiArena Andermatt-Sedrun zu den schneesichersten Winterdestinationen. Dies kommt nicht nur dem 2961 Meter hohen Gemsstock, sondern auch den etwas tiefer gelegenen Pisten zugute. In den letzten Jahren wurde zusätzlich in Beschneiungsanlagen investiert.